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  • Bertha Gloor

Atmung und Qigong

Atmen ist Leben. Durch den Rhythmus des Atmens sind wir verbunden mit dem natürlichen Rhythmus allen Lebens - aufnehmen und abgeben, schöpfen und loslassen, innen und aussen, Leben und Tod.In den Schöpfungsmythen der Welt ist oft die Rede vom Atem oder dem ersten Ton, der die Materie beseelt.

Im Atemholen sind zweilei Gnaden,

die Luft einziehn, sich ihrer entladen.

So danke Gott, dass er dich presst

Und dank ihm, wenn dich wieder entlässt.

J.W.v.Goethe

Dieser Spruch entstammt zwar nicht dem asiatischen, sondern europäischen Kulturraum, weist aber auf das universelle Mysterium des Atmens hin, das sich, ohne unser Zutun, wie das Leben selbst, einfach entsteht und dann wieder, wie der Tod, zurückzieht.

In der Lehre des chinesischen Daoismus, auf den die ältesten Wurzeln des Qigong zurückgehen, wird die körperliche Gesundheit nicht von der emotionalen, mentalen und spirituellen Verfassung getrennt. Der Mensch wird dabei nicht nur von den Kräften der Natur beeinflusst, er ist quasi ein Abbild und Teil von ihnen.Durch die Selbstkultivierung des Qigong lernen wir, diese Verbundenheit immer feiner wahrzunehmen und unser Leben entsprechend auszurichten. Dabei kommt dem gleichmässigen und freien Strömen des Atems eine besondere Bedeutung zu.


DIE BAUCHATMUNG

Diese Atemtechnik massiert sanft die Bauchorgane und fördert die Verdauung.

Legen sie sich mit dem rücken flach auf den Boden. Achten Sie auf eine symmetrisch ausgerichtete Lage des gesamten Körpers. Nutzen Sie, wenn nötig, ein kleines Kissen als Stütze für den Kopf oder eine Rolle für die Knie.

Halten Sie Ihren Körper angenehm warm. Schliessen Sie die Augen, und entspannen Sie Gesicht, Arme, Hände, Beine und Füsse.

Werden Sie körperlich und geistig ganz ruhig. Lassen Sie los. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Atmung. Atmen Sie durch die Nase ein und aus. Fühlen Sie nun Ihre Aufmerksamkeit zum Bauch.

Beim Einatmen wölbt sich der Bauch nach oben,beim Ausatmen senkt er sich wieder.

Üben Sie 5 - 10 Minuten lang achtsam, und bleiben Sie körperlich und geistig entspannt.

Machen Sie die Bauchatmung nicht mit vollen Magen.


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