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  • Bertha Gloor

Liebende Güte und Mitgefühl

Liebende Güte zu kultivieren bedeutet, uns voll und ganz so anzunehmen, wie wir jetzt sind. Es bedeutet, mit uns auf einer tiefen Ebene Freundschaft zu schliessen. Nur so können wir in authentischen Kontakt mit uns und unserem Umfeld kommen. Dieser authentische Kontakt ermöglicht Heilung. Und auch dazu müssen wir nicht erst ein besserer Mensch geworden sein. Wir können rühig ärgerlich, zörnig, hilflos, traurig, gestresst, ängstlich oder wütend sein. Liebe und Mitgefühl zu kultivieren bedeutet, genau jetzt, mit all den saftigen Missständen in unserem Leben, anzufangen. Stellen Sie sich Ihre Probleme, Ihren Stress, Ihre starken Emotionen und Widerstände als fruchtbaren Mist vor. Er riecht zwar etwas streng, doch richtig eingesetzt, fördert er als Dünger gesundes Wachstum. Das ist Ihr Potenzial, ganz wach zu werden und zu lernen, was Leiden reduziert, was Ihnen Stress mindert, ohne dass Sie die unvollkommende Welt ausperren oder sich einen extra gepanzerten Kokon zulegen müssen. Liebe und Mitgefühl bedeuten, in authentischen Kontakt zu kommen, sind Freundlichkeit, Präzision und Offenheit.

"Wenn wir Liebende Güte entwickeln, dann schulen wir uns zuerst darin, aufrichtig, liebevoll und barmherzig zu uns selbst zu sein. Statt die Selbstverachtung zu nähren, beginnen wir eine klarsichtige Freundlichkeit zu kultivieren."

Pema Chödrön


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